Lichtgeschwindigkeit

24. Oktober 2016
von Jörg

Eine Woche Sakrileg. Nicht ganz eine Woche mit dem Bike (Fahrrad) zur Arbeit. Eine Zwischenbilanz ...

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Drei Tage letzte Woche, den ersten Tag dieser Woche. Mal wieder habe ich den Fehler begangen, mich letzte Woche auf den Wetterbericht zu verlassen. Und wieder einmal wurde ich verlassen. "Regen, den ganzen Tag". Und so ließ ich den Stromesel zu Hause. Denn Regen auf dem Rückweg nach Hause ist mir egal, da kann ich mich umziehen. Was ich aber auf gar keinen Fall möchte, ist nass auf dem Weg zur Arbeit werden um dann nass im Büro zu sitzen. Ja, klar. Ich weiß, es gibt Regenponchos. Aber irgendwann ist ja auch mal gut.
Der zweite nicht-Bike Tag lies sich auch nicht vermeiden, aus organisatorischen Gründen musste ich zwei Personen und zwei Koffer zusätzlich befördern, da fällt das Rad als Transportmittel auch aus.

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Überhaupt: das mit dem Platz ist nicht so ... wie mit einem Auto. Rad und Auto haben beide die Gemeinsamkeit: der Fahrer bekommt immer einen Sitzplatz. Aber schon bei der Mitnahme der täglichen Dinge ins Büro ist das Fahrrad unterdimensioniert. Die Tasche auf dem Gepäckträger ist eine "Rixen & Kaul" und entspricht dem Tank-Lock beim Motorrad. Sehr praktisch, sehr klein. 10 Liter verteilt auf 4 Taschenbereiche hört sich viel an, ist aber nicht wirklich viel. Apfel, Joghurt, Taschentücher, Medikamente, Suppendose, Butterbrot, ggf. noch ein paar Unterlagen für die Firma ... passt nicht!

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Ansonsten sind die 6,6km zur Arbeit (und auch wieder zurück) mit dem Pedelec in der Tat recht angenehm. Mit der leichten Unterstützung kommt man gut auf Geschwindigkeiten zwischen 25 und 27 km/h, auch der Anstieg zur Firma oder die letzten Meter in der heimischen Einfahrt kann man mit Stufe 2-3 (von 4) dann locker im Sitzen erledigen. Wählt man die höchste Unterstützung im kleinsten Gang muss man berghoch fast bremsen, so drückt es einen nach vorne.

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Durch die Unterstützung fällt auch die Zeit ziemlich konstant und erfreulich niedrig aus - und kaum länger als mit dem Auto, da der Weg durch den Wald und Park drei Ampeln einspart. Und die zehn bis 15 Minuten mehr pro Tag verbuche ich einfach mal als ... gesunde Bewegung (nein, das Wort "Sport" wird mir nicht über die Lippen kommen). 40 Minuten pro Tag insgesamt.

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Genau wie beim Motorrad bekomme ich den unwiederstehlichen Drang das Fahrzeug mit nützlichem(!) (alles was dem Aussehen dient, ist überflüssig) zu versehen. Neben der schon erwähnten Tasche auf dem Gepäckträger z. B. Seitenreflektoren für die Speichen und auch an der Beleuchtung muss dringend noch etwas gemacht werden ...

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Apropos Beleuchtung: das ist - neben dem Regen - in der Tat das größte Manko zur Zeit. Gerade beim dem Weg durch den Wald habe ich Sorge dass bedingt durch die Jahreszeit und Wetterlage sich nachts Äste von den Bäumen lösen und dann auf dem Fahrradweg liegen bleiben. Wenn man dann mit der Funzel vom Rad so seine ~25 km/h fährt ist man schon über den Ast gefahren und liegt auf dem Boden, bevor das Licht den Ast erblickt hat. Dunkler Teer als Fahrradweg in einem Wald mit Meterhohen Bäumen rechts und links ohne Beleuchtung und einem (im Dunklen optisch) nahtlosen Übergang zum Waldboden nach rechts und links - suboptimal. Eine Lösung könnte eine "Lupine Neo" sein. Aber mit ~180 Euro auch nicht gerade günstig und ohne Zulassung der StVO!

Und so bleibt mir daher morgens leider nichts anderes übrig, als langsam zu fahren ... mit Lichtgeschwindigkeit eben.

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