Man(n) trägt schwärzer

10. März 2013
von Jörg

Das war ja klar! Gestern war es schön und es wäre die Möglichkeit gewesen zu fahren. Heute hingegen ist zwar die Zeit doch ich bin der Möglichkeit beraubt. Niesel- und Schneeregen bei Temperaturen um die 0 Grad herum.

Der Wettergott ist ein Arsch! Also was nun ... ?

Damals in Biologie nannte es mein Lehrer "Übersprungshandlung". Und genau die habe ich dann heute ausgeführt. Ich möchte fahren, kann aber auf Grund des Wetters nicht. Also führe ich eine Handlung durch, die mit dem ursprünglichen Ziel primär nichts zu tun hat, letztendlich aber irgendwann dem Ziel dienlich wird.

Für alle, die jetzt denken "was?": Ich habe meinen Helm geputzt.

Jedoch nicht so, wie ich es üblicher Weise nach jeder Tour mache (ein warmes, feuchtes Mikrofasertuch über den Helm legen und nach einiger Zeit des Einweichens die natürlichen Überreste der Kamikaze Fliegen entfernen). Ich rede von S100 Helmpolster-Reiniger, einem Schwamm, einigen dutzend Küchentüchern und viel, viel Zeit ...

Als ich mit dem Motorradfahren angefangen habe, war eine meiner ersten Fragen "warum sind Motorradsachen hauptsächlich schwarz, wenn helle Farben doch besser gesehen werden?".
Nun, inzwischen weiß ich, dass schwarz nicht nur den Coolness-Faktor nach oben setzt, letztendlich ist es so, dass alle Sachen beim Motorradfahren letztendlich schwarz werden - egal welche Farbe sie haben.
Besonders gut konnte ich diesen Effekt bei meinem Helm beobachten. Hat der Helm-Polsterreiniger innen den kaum sichtbaren Schmutz, mehr jedoch den gesammelten Geruch genommen, so sieht es im externen Polsterbereich des Helms und innen im Bereich des aufgeklappten Visiers doch total anders aus!


Kinnpolster Helmunterseite
Die Helmunterseite, jetzt sauber.

Küchentücher vor und nach der Reinigungsaktion
Die Küchentücher vor und nach der Putzaktion.

Also muss ich gestehen: ja, ich bin ein Ferkel. Wahrscheinlich aber sieht es bei den meisten Helmen so aus, es weiß nur niemand.

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