Frankreich 2017: Anreise (1/2)

13. April 2017
von Jörg

Wer reist kann viel erleben. Einfach aber logisch: wer permanent zu Hause auf dem Sofa bleibt, kann nicht viel mitbekommen.
 
Deutschland 8 Grad, bewölkt - nachts hat es geregnet, aber immerhin nachts. Die Straßen sind noch leicht feucht. Heute ist es „nur“ bewölkt und 8 Grad ... warm. ~1.200km bis zum Ziel, Südfrankreich, das Mittelmeer. Also 600km pro Tag, vielleicht am ersten Tag 700km um am zweiten früher da zu sein.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: das Tanken ist nicht mehr so das Problem, seitdem ich weiß wie man den Tank eines Motorrads voll bekommt (Zapfpistole einfach nicht wie beim Auto reinstecken sondern über der Tanköffnung halten, dann schaltet die Pistole knapp 4 Liter später ab). Zu mindestens bei meiner Maschine. Das macht knapp 100km mehr aus und ist eine enorme Erleichterung.
 
Nach Belgien, Luxemburg (Tanken für 1,12 Euro (Super 98)) und wieder Belgien bin ich gegen Mittag in Frankreich. Weiter nach Dijon. Es ist gegen 17 Uhr, ich lasse Dijon hinter mir, will ja noch ein paar Kilometer schaffen. Ein Hotel zu finden ist in Frankreich kein Problem. Es ist 20 Uhr, Problem. Es wird dunkel und die Hotels verstecken sich. Ach, was. Bald wird eines kommen. Es ist 21 Uhr. Während ansonsten in jedem zweiten Dorf mindestens ein Hotel zu finden ist, gibt es auf den letzten 150 km (~ 2,5 Stunden) nicht eines. Wobei: das stimmt nicht. Es gab da eines. Schild: 3 km die nächste rechts. Das hatte geschlossen. Seit Jahren. Und die anderen, die beschildert waren: entweder auch zu oder nicht zu finden (in der inzwischen eingebrochenen Dunkelheit).
 

Es reicht mir, ich frage das Navi: führe mich zum nächsten Hotel hier in der Gegend. IBIS Style? IBIS kenne ich, nehm ich. Ich folge den Anweisungen und befinde mich ... mitten in der Stadt. Hauptstraße. Ohne Parkhaus. Dafür Hotelparkplätzen direkt vor dem Hotel. Zwei Stück. Beide belegt. Also weiter: was ist das nächste Hotel hier in der Nähe? IBIS Budget. Prima, denn die sind meisten etwas außerhalb, direkt an einer Autobahnausfahrt mit eigenem Parkplatz. Fünf Minuten später: et voila!
 

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