Wo fahren sie denn ...

28. September 2017
von Jörg

Mein bisheriges TomTom Rider 2 Navi tut alles das, was ich möchte. Wie ich es möchte. Offline- oder Online-Planung am PC, Transfer der Route aufs Navi, ... eigentlich alles erste Sahne. Wäre da nicht das jährliche Kartenupdate mit knapp 70 Euro, um aktuelles Kartenmaterial zu haben. Und die neuen Navis haben alle schon "LifeTime Maps" - lebenslange Kartenupdates kostenlos.

 
Ja, klar. Wer braucht denn schon 4x jährlich ein Kartenupdate? Früher sind wir ja auch mit dem 10 Jahre altem Michelin Atlas durch die Gegend gefahren!?
Stimmt. Aber eben nicht so! Motorradtouren können heute etwas feiner und besser ausgearbeitet werden als mit einer 10 Jahre alten Karte. Und neue Navis haben ein paar nette Zusatzfunktionen, die eine auf dem Tank befestigte Karte niemals haben wird. Also hat ein neues Navi mit aktuellem Kartenmaterial schon was für sich. Es ist schließlich ein Hobby und für ein Hobby gibt man nun einmal meist sinnlos Geld aus. Denn ein Hobby ist ja kein "MUSS" sondern ein "WILL".

Nun hat L***s gerade wieder Gutscheine rumgeschickt, Wert: 70 Euro ab 349,- Euro Kaufpreis. Dieses Mal jedoch ohne die sonst übliche Fußzeile, dass mit dem Gutschein keine Navis gekauft werden können! Macht - sowohl für das Garmin 395 ML und das TomTom 450 - statt der je 399,- Euro also nur 329,- Euro. Und da ich damit ja eine aktuelle Karte bekomme, kann ich die sonst fälligen 70,- Euro für das Kartenupdate auch in das Navi investieren. Macht also letztendlich 259,- Euro Aufpreis für eine neue Karte, neues Navi inklusive.

Ich habe das Glück und kann vormittags fahren. Also zu einer Zeit, zu der nicht viele Leute ansonsten einkaufen können. Leider habe ich jedoch das Pech, an einen Händler zu kommen, der mehr oder weniger unwillig meine aufgeschriebenen Fragen zu den beiden Navis beantwortet. Tendenz: "das Navi" ... dann nehmen sie doch das. "Ja, aber das Navi" ... dann nehmen sie doch das!?

Ein TomTom 450 und eine Garmin (jedoch 595) sind ausgestellt, so dass man an ihnen "spielen" kann. Ich fange mit dem TomTom an und verzweifele innerhalb von Sekunden. Ich hatte schon über das Problem mit dem hyperempfindlichen Touchscreen gelesen, aber das ...
Die Finger berühren noch nicht einmal das Display und schon erscheinen irgendwelche (!) Buchstaben auf dem Display, auch welche, die noch nicht einmal in der Nähe des Fingers waren ...
Ich spreche den Verkäufer darauf an, wobei er abwinkt: "Das ist ein 2 Jahre altes Vorführgerät, da haut jeder drauf rum. Das funktioniert nicht mehr richtig!". WTF? Wozu wird es dann ausgestellt? Und warum zeigt das Garmin dann nicht dieses Problem?
Aber der Verkäufer hat ein Einsehen und verschwindet ins Lager und kommt kurze Zeit mit einem anderen TomTom wieder, welches er "extra für mich ausgepackt hat". Eine Lüge, wie sich später herausstellt - es sei denn, TomTom packt "Schloss Burg" direkt als einzigen POI in "Meine Orte".

Aber in der Tat - das TT funktioniert deutlich besser und so wird es - weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist - wieder ein TomTom, auch wenn ich das Garmin sicherlich gerne mal länger und live auf der Maschine zur Probe gefahren hätte. Helme kann man ausleihen und probieren - warum keine Navis, die genauso viel wie ein Helm kosten und Jahre länger genutzt werden?

Also, ab nach Hause, Halterung am Motorrad angebaut und zur Probe eine der kleinen Feierabendtouren (nach Navi) gefahren, die ich in- und auswendig kenne. Damit dürfte das Navi am besten zu bewerten sein.
Doch schon nach den ersten Kilometern fällt der Entschluss, das Navi HEUTE SOFORT zurück zu bringen. Die Strecke besteht aus aneinandergereihten Befehlen von "zurück, drehen und Punkt verpasst". Doch mache ich mir meine Gedanken auf der Rückfahrt: wäre das Navi wirklich so schlimm, wie ich es aktuell empfinde, so dürfte TomTom kein einziges mehr verkaufen. Irgendwas stimmt nicht. Zu Hause angekommen wird sofort die heimische EDV angeschmissen und - verdammt - das Navi hatte Recht!
In der maximalen Vergrößerung sieht man, dass einige Wegpunkte nicht richtig gesetzt sind. Das neue Navi löst derartig hoch auf, dass teilweise sogar die rechte und die linke Fahrspur unterschieden werden können!
Das alte Navi hatte sich daran nicht gestört, es hatte zu grob aufgelöst. Stellt das neue nun einen Wegpunkt auf der linken Fahrspur fest, so lässt es einen natürlich drehen, um dann den Punkt auf der anderen (linken) Straßenseite anfahren zu können und dreht dann erneut, um die Route weiter zu führen!

OK, das Navi arbeitet also perfekt, statt dessen muss ich mich ein wenig mehr mit der Materie und den vielen neuen Möglichkeiten auseinander setzen.

Fortsetzung folgt ...

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