ANH - ab nach Hause

14. August 2013
von Jörg

Heute geht es nach Hause, doch leider nicht ohne Hindernisse. Bis jetzt hatte es ja aber auch zu gut geklappt, als dass es so hätte weiter gehen können ...

Zwei bis drei Tage waren angesetzt und heute ist der dritte Tag. Da ich jeden Tag in der Werkstatt mir den Fortschritt ansehen durfte, war es klar, dass der dritte Tag auch wirklich der letzte sein würde.
Um zu wissen, ob es sich noch lohnen würde ein größeres Programm in Mainz zu veranstalten, fragte ich nach einer Uhrzeit und es würde 15 Uhr werden. Also noch einen Kaffee, ein Eis und gut ist ...

Die restliche Wartezeit darf ich im B&B warten. Zwar habe ich das Zimmer wie gewünscht um 12.00 Uhr geräumt, doch bis die Maschine fertig ist, darf ich so lange im eigentlich schon geschlossenen Frühstücksbereich warten. Dank vorhandenem WLAN und Laptop mit Strom auch kein Problem.

Die Maschine ist dann auch beim Roadrunner um Punkt 15.00 Uhr fertig, perfekt! Es gibt wie immer noch ein paar Tipps mit auf den Weg und dann mache ich mich nach einer persönlichen Verabschiedung dann auch auf den Weg.
Mainz und Wiesbaden (beide ja nur durch einen Schluck Wasser getrennt) habe ich durchquert und hinter der Stadt lockt die Landstraße.
Ein kurzer Dreh am rechten Griff ... und der Trecker will einfach nicht drehen. Etwas unruhig kam sie mir ja schon in Mainz vor. Auch drehfreudig war sie ja nicht. Aber sie war ja auch kalt und Stadt fahre ich eh kaum. Aber nun, auf der Landstraße ist sie nicht wieder zu erkennen. Da stimmt was nicht. 3/4 Leistung, vielleicht verbrennt Sprit nicht richtig? Mal kurz anhalten und am Auspuff schnüffeln. Und siehe da, ich rieche nichts, sehe aber was:

Hin und wieder habe ich sie ja mal so zügig bewegt, dass der Auspuff leicht dunkelrot am glimmen war. Aber das war ja kein glimmen, sondern ein regelrechtes Lagerfeuer.

Was soll das Lügen, ich kenn' mich da nicht aus. Also rufe ich bei Roadrunner an, ob die eine Idee haben. Und das haben sie: "sie sind ja noch in der Nähe, kommen sie zurück in die Werkstatt, wir finden den Fehler schon."

Also pötte ich auf dem kürzesten Weg im letzten Gang mit etwas knapp über Standgas zurück.
Ich treffe wieder beim Roadrunner ein und sofort wird die Werkstatttür aufgemacht, es wird sofort für mich und die Maschine gemacht.
Unverzüglich wird die Maschine wieder gestrippt und nach dem Fehler gesucht. Und auch gefunden. Schlauchschellen haben sich bei den Arbeiten an der Maschine ein wenig geweitet, nicht viel aber scheinbar genug damit es nicht richtig funktioniert.

"Wir lassen Sie nicht eher fahren, bis wir die Maschine wieder am Laufen haben - Ehrensache".

Doch das Problem sind die Schlauchschellen. Die sind nicht auf Lager. Also schickt man einen Angestellten auf die Jagd. Im Industriegebiet sind doch Autozubehörlieferanten, da muss sich ja doch was finden lassen.
Ja, lässt sich auch. Aber der erste hat schon zu. Doch im zweiten gab es noch welche, fünf Minuten vor Torschluss!
Also wird weiter geschraubt. Der Feierabend von Roadrunner ist schon verstrichen, aber man wollte mir nicht eine weitere Nacht im Hotel zumuten, also werden (im Übrigen: unbezahlte!) Überstunden gemacht.
Inzwischen ist es dann knapp 20 Uhr, die Maschine ist wieder mit frischen Schlauchschellen versehen zusammengebaut.
Ich soll eine Probefahrt machen, ob auch alles i. O. ist. Wenn nicht, würde man weiter nach dem Fehler suchen, kein Problem.
Ich drehe eine kurze Runde auf der Straße und sie ist defintiv ruhiger als vorher. Ich verabschiede mich noch einmal und mache mich auf den Weg nach Hause.

Doch leider fällt mir wieder erst auf der Landstraße hinter Wiesbaden auf, dass die Maschine doch nicht so 100% richtig läuft. Aber sie hat einfach viel zu viel Kraft und Drehmoment, als dass mir das im Stadtverkehr großartig auffallen konnte.

Also werde ich morgen dann doch mal die Werkstatt aufsuchen ...

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