Winterschlaf wie geschmiert

1. Dezember 2012
von Jörg

Nun hat es uns also doch erwischt - es schneit, die Saison ist zu Ende, die Maschine verstaut. Zeit für Pflege ...

Öl und Fett, so sagte mein Opa schon immer, damit kann man selten was falsch machen. Und eigentlich hat er diesbezüglich auch immer Recht behalten. Die Werkzeuge und Maschinen mit denen er Landwirtschaft betrieb waren eigentlich immer gut in Schuss, geradezu perfekt gepflegt. Metallisch, glänzend.
Und das nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass er sie nach Gebrauch immer ölte bzw. fettete. Eine Sache, die ich von ihm übernommen habe.

Also muss auch für das Motorrad ein Pflegemittel her, welches auf Ölbasis ist. Bei einem Motorrad aus Aluminium ist das nun eigentlich nicht wirklich notwendig, jedoch gibt es immer wieder auch kleinere Bauteile, die nicht aus Alu sind und zum Teufel, egal: mit Öl rumsauen macht Spaß, die Maschine sauber und weniger anfällig gegen Schmutz und es hat eben auch noch nie geschadet.

Und so bin ich auf der Suche nach dem "richtigen" Öl irgendwann auf "Ballistol" gestossen. Zuerst scheinbar ein Öl wie viele andere auch. Doch wenn man sich die beeindruckende Geschichte von Ballistol durchliest, dann erkennt man schnell den Mehrnutzen davon.
Ursprünglich als Waffenöl für den Kriegseinsatz entwickelt sollte es nämlich nicht nur die Waffen reingen und pflegen, nein es sollte wirklich im wahrsten Sinn des Wortes universell sein. So sollten unter anderem auch die Wunden der Soldaten damit versorgt werden können, es sollte für Holz und Leder ebenso Reinigungs- und Pflegemittel sein, es sollte auch zur Fellpfelge dienen und lästige Parasiten vertreiben, desinfizieren und und und ...

Nach heutigen Maßstäben würde jeder, der eine solche Produktanforderung stellt zwangsläufig von den Herren mit den Jacken die hinten verzurrt werden besucht. Damals waren die Zeiten jedoch anders und so hat man dieses Öl einfach hergestellt und es hat sich - glücklicherweise - bis in die heutige Zeit gehalten und wird es noch sehr lange tun.

Denn es ist nicht nur so, dass auf Grund der Bestandteile von Anisöl in der Rezeptur sich der ein oder andere Jäger nach der Pflege seiner Waffe ein Schlückchen Ballistol für den Magen gönnt, nein es ist auch auf Grund der Rezeptur gut für die Umwelt (im Gegensatz zu manch anderen Schmiermitteln bei denen man aufpassen muss, dass nichts in dei Natur kommt), es pflegt gleichzeitig die eigen Haut, wenn man bei der Fahrzeugpflege geschlabbert hat und riecht angenehm nach Anis.

Und nebenbei ist dieses "made in Germany" Öl natürlich auch noch lebensmittelecht!

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